Ferienfahrt der Jugendgruppe West auf die Insel Rügen

Letztes Jahr eine entspannte Segeltour durch Holland, was wäre da passender als dieses Jahr die Sommerferien mit viel Action auf der größten Insel Deutschlands zu verbringen? Die Insel Rügen und Umgebung waren 2023 wieder das Ziel der Ferienfahrt der Jugendgruppe West. Die einwöchige Fahrt mit vielen spannenden Aktivitäten bot Spaß und jede Menge schöner Erinnerungen für die Jugendlichen und ihre Betreuer. Die Unterbringungen in einer einmaligen Jugendherberge, sogar mit Privatstrand, und die Tage voll mit abwechslungsreichem Programm machten die Fahrt zum Ferienausflug der Extraklasse.

Samstag, der 12.08.2023 (München – Binz)

Die Hinfahrt nach Rügen verlief reibungslos und die Vorfreude auf die Ankunft war deutlich zu spüren. Für die Anreise wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt: Eine traf sich am Münchner Hauptbahnhof und fuhr mit dem ICE, während die andere Gruppe die Autos mit den Fahrradanhängern nutzte, auf denen unsere Räder bereits am Vortag verladen worden waren. Während der Fahrt beschäftigten sich alle auf vielfältige Weise. Einige lasen, andere spielten diverse Spiele miteinander, die meisten jedoch genossen den Schlaf, der ihnen durch das frühe Aufstehen geraubt wurde. Als wir dann schließlich alle bei der Jugendherberge Prora angekommen waren, wurde das Gepäck und die Fahrräder entladen. Nach einer ausführlichen Besprechung und der Zimmereinteilung duften wir die Zimmer beziehen. Anschließend wurde in der darauf folgenden Freizeit ausgiebig die Umgebung und vor allem der Strand erkundet. Es war ein toller Start der Jugendfahrt!

Sonntag, der 13.08.2023 (Sellin)

Nach einem leckeren Frühstück ging es für alle in Kleingruppen mit dem Fahrrad zum „Rasenden Roland“, einem historischen Dampf-Zug, mit welchem wir nach Sellin fuhren. Von dort aus ging es dann zum Strand, an dem wir uns gemütlich ausruhten. Für viele war das natürlich zu wenig Abenteuer, weshalb sich einige dazu entschieden, die umliegende Stadt zu erkunden. Andere dagegen fanden ihren Spaß darin, am Strand zu spielen und einen Betreuer einzugraben. Als kurze Auszeit von der knallenden Sonne ging es dann für uns mit einer Taucherglocke tief ins Meer. Die Sicht war zwar aufgrund des Wetters nicht die Beste, jedoch wurde in der Glocke auch ein kleiner Film angeboten, wodurch der kurze Tauchgang dennoch interessant gestaltet wurde und uns allen sehr Spaß gemacht hat. Am Nachmnittag ging es mit dem Rasenden Roland dann zurück nach Binz. Der Abend stand uns dann zur freien Verfügung. Die meisten blieben dann noch in der Stadt Binz, da der Freund eines Ausbilders eine Comedy-Zaubershow veranstaltete, die bei uns allen großen Anklang fand. Andere verbrachten den Abend am Strand direkt vor der Herberge und genossen die abendliche Stimmung und Wellen.

Montag, der 14.08.2023 (Sassnitz)

Der zweite Tag war gefüllt mit Stunden voller Bewegung. Es ging los mit einer langen Fahrradtour von der Jugendherberge nach Sassnitz. Ab dort machten wir uns zu Fuß auf in den Nationalpark. Wir hatten viel Spaß dabei, unseren Weg entlang der Kreidefelsen zu suchen und nach einer Wanderung durch den Wald konnten wir die Aussicht an der Ernst-Moritz-Arndt-Schlucht genießen. Auf einer Waldlichtung gab es mit dem mitgebrachten Mittagessen eine kurze Pause und alle sammelten neue Energie, entweder durchs gemütliche Beisammensitzen mit Freunden oder das Herumtoben auf dem dortigen Spielplatz. Mit frischer Motivation ging es so wieder zurück zu den abgestellten Rädern. Der Rückweg von Sassnitz zur Herberge steigerte unseren Hunger so dass die Zeit bis zum gemeinsamen Grillabend gar nicht schnell genug vergehen konnte.

Dienstag, der 15.08.2023 (Stralsund)

Am dritten Tag unserer Reise ging es nach einem kurzen Weg mit dem Fahrrad zum Bahnhof mit dem Zug weiter nach Stralsund. Dort stand zunächst eine Stadtführung auf dem Programm, allerdings vom Wasser aus. In Kajaks ging es unter der Anleitung unserer Guides durch die Wasserstraßen Stralsunds. Aufgrund der Größe unserer Gruppe wurden wir dann aufgeteilt, eine Gruppe startete direkt mit dem Kajak-fahren, während die andere solange die umliegende Umgebung mit dem Hafen und diversen Läden erkundete. Nach der Fahrt der ersten Gruppe gab es dann einen Wechsel. Uns allen hat die Fahrt im Kajak unglaublich gut gefallen und es war schade, als sie zu Ende war. Die Trauer war allerdings nur von kurzer Dauer, denn schon ging es weiter zum Ozeaneum, wo wir viele Dinge entdeckten. Von Walgesängen, über riesige Aquarien bis hin zu lebenden Pinguinen war alles dabei was die Unterwasserwelt-Herzen unserer Jugend begehrten. Nach einer ausführlichen Tour ging es dann für alle wieder mit dem Zug zurück nach Binz, wo der restliche Abend wieder frei zur Verfügung stand. Wie fast jeden Tag wurde diese Freizeit wieder für Shoppen in der Stadt, Schwimmen im Meer oder einen gemütlichen Strandspaziergang genutzt.

Mittwoch, der 16.08.2023 (Binz)

In der Früh ging es wieder mit dem Fahrrad los. Wir radelten zu einem Baumwipfelpfad, den wir unter Führung entlanggingen. Durch die Leitung erfuhren wir viele Fakten über Bäume, Bernstein und vieles mehr. Die Aussicht auf dem Pfad war vor allem auf dem höchsten Aussichtsturm gigantisch, denn man könnte von allen Seiten das Meer und die Insel Rügen überblicken. Mit einer langen Rutsche ging es dann wieder auf den Erdboden zurück, wo uns gleich der nächste Programmpunkt erwartete: Wir teilten uns in zwei Gruppen auf, die eine stellte selbst Seife her, während die andere rohen Bernstein schliff und polierte und ihn dann in eine Halskette verwandelte. Wir alle waren mit unseren selbstgebastelten Ergebnissen mehr als zufrieden und so glücklich ging es dann weiter mit dem Fahrrad zu „Karls-Erdbeer-Hof“. Man konnte dort in verschiedenen Fahrgeschäften viel erleben, es gab aber auch diverses Essen, wie zum Beispiel frische Erdbeeren, Erdbeer-Gummibärchen und Erdbeer-Senf. Alles in allem hat es uns viel Spaß gemacht!

Donnerstag, der 17.08.2023 (Binz)

Der fünfte Tag startete für alle TeilnehmerInnen, die wollten, mit einem Besuch in der Galileo-Wissenswelt. Man bekam dort weite Einblicke in naturwissenschaftliche Themen wie Technik, Mathematik, Steinzeit oder den menschlichen Körper. Bei vielen Stationen konnten wir diverse Dinge ausprobieren, wir konnten uns zum Beispiel mithilfe von Flaschenzügen selbst hochheben, mit Logikrätseln unser Gehirn auf die Probe stellen und unser Glück im Goldwaschen versuchen. Die Ausstellung hat allen Freude bereitet und nach einer kurzen Pause zurück in der Jugendherberge ging es auch schon weiter zum Kletterwald. Dort angekommen durften sich alle entscheiden, ob sie lieber durch den Wald klettern wollen oder doch lieber auf dem Boden bleiben und sich im Bogenschießen versuchen möchten. Unabhängig der Wahl hat es beiden Teilen überaus Vergnügen bereitet, sich in der Natur auszutoben und so war es kein Wunder, dass alle die darauffolgende Freizeit zur Entspannung nutzten.

Freitag, der 18.08.2023 (Bergen – Ralswiek)

Die Störtebeker-Festspiele, der Tag auf den alle gewartet haben! Bevor es jedoch zu diesem Ereignis ging, erlebten wir erstmal viele weitere tolle Dinge. In der Früh fuhren wir zu einer Sommerrodelbahn, die allen viel Spaß machte. Die Freude hatte aber noch lang kein Ende, denn im Anschluss ging es schon zum Festgelände der Festspiele und wir bekamen eine exklusive Backstage-Tour durch die Kulissen. Von den vielen Eindrücken wurden viele von uns hungrig, weshalb wir eine kurze Mittagspause machten. Frisch gestärkt machten wir uns dann auf den Weg zur Adlershow, die alle faszinierte. Kurz darauf fingen dann auch schon die lang ersehnten Störtebeker-Festspiele an. Diese wurden durch ein riesiges Feuerwerk beendet, was zwar durch die Wetterbedingungen nur teilweise zu sehen war, jedoch trotzdem alle beeindruckte. Spät abends traten wir den Heimweg an und erreichten müde, aber glücklich die Jugendherberge.

Samstag, der 19.08.2023 (Sassnitz)

Am letzten Tag unserer Rügenreise gab es noch einmal viel Programm. Mit dem Fahrrad fuhren wir nach Sassnitz und durften eine Führung durch ein altes U-Boot genießen. Bis wir dann am Nachmittag einen Seenotkreuzer besichtigten durften wir uns frei im Ort aufhalten. Da zu dieser Zeit gerade der „Rügener Sicherheitstag“ stattfand, war es natürlich kein Wunder, dass unsere Jugendfeuerwehr großen Gefallen daran fand, die Einsatzfahrzeuge der Rügener Feuerwehr unter die Lupe zu nehmen und sich angeregt mit den dortigen Feuerwehrfrauen und -männern zu unterhalten. Auch ein riesiger Havarie-Schlepper, eine Hundestaffel sowie Einsatzschiffe von Polizei und Zoll waren zu bestaunen. Nach einem interessanten und dennoch entspannten Tag am Hafen verbrachten wir den Abend damit, die Räder und das Gepäck aufzuladen und so langsam fing der Abschiedsschmerz an.

Sonntag, der 20.08.2023 (Binz – München)

Früh am morgen ging es los und wir fuhren nach Hause. Wieder wurde die meiste Zeit der Heimreise genutzt, um den verloren gegangenen Schlaf der letzten Woche nachzuholen. Durch die gemeinsamen Tage sind viele neue Freundschaften entstanden und so hatten alle auf der Rückfahrt viel Spaß miteinander. Abgesehen von kleinen Unannehmlichkeit auf der Zugfahrt kamen alle heil und unversehrt wieder in München an. Die Trauer über die beendete Reise war groß, doch dadurch wird die Vorfreude auf die nächste Jugendfahrt umso größer.

 

Wir möchten DANKE sagen...

  • An die Eltern, die über die Teilnahme-Gebühr unsere Fahrt größtenteils finanziert haben.
  • An den Bezirksauschuss 10 Moosach, dank dessen finanzieller Förderung wir die Teilnahme-Gebühr auf einen erträglichen Betrag senken konnten.
  • An die Fördervereine der Abteilungen, die die Jugendarbeit (und damit auch diese Fahrt) jedes Jahr aufs Neue großzügig unterstützen.
  • An den Kreisjugendring München Stadt, der durch seine Fördergelder diese Fahrt ebenfalls mitfinanziert hat.
  • An unseren Stadtbrandinspektor Michael Schmid, der immer ein offenes Ohr für die Jugendfeuerwehr hat und uns mit einem Fahrzeug und seinem Anhänger beim Transport von Menschen und Material sehr geholfen hat.
  • An unseren Stadtbrandinspektor Florian Klein, der es uns ermöglicht ein Feuerwehrfahrzeug für die Dauer der Fahrt nutzen zu können und unsere Kosten für ICE-Tickets damit reduziert hat.
  • An den Abteilungskommandaten von Allach, Dominic Gersbeck, der uns einen großen Anhänger zur Verfügung gestellt hat und uns damit den Transport der vielen Fahrräder deutlich vereinfacht hat.

 

Ein ganz besonderer Dank geht an das Betreuer-Team, das sich eine Woche Urlaub genommen hat, um diese Fahrt zu begleiten und im Speziellen unserem Ausbilder Andreas, der viele Stunden in die Planung der Fahrt investiert hat!